Rat fasst Grundsätze für Bebauung

Erste Festlegungen für neue Wohnhäuser an der Kühlinger Straße in Halberstadt

Brachflächen haben über Jahrzehnte das Bild im Zentrum Halberstadts geprägt. Die Brache, die seit anderthalb Jahren in der Stadtmitte existiert, soll bald wieder bebaut werden. Der Stadtrat legte dafür Grundsätze fest.

Von Sabine Scholz | Volksstimme vom 03.07.2015

Halberstadt l Kein Diskussionsbedarf, keine Gegenstimmen, keine Enthaltungen – einmütig beschloss der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung den Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 68 „Stadtzentrum Süd“. Gemeint ist damit die große Brachfläche, die nach dem Abriss der in den 1980er Jahren errichteten Plattenbauten an der Kühlinger Straße entstanden war.

Die Halberstädter Wohnungsgesellschaft (HaWoGe) hatte sich zum Abriss der Blöcke entschieden, weil die großen Wohnungen, ungünstige Zuschnitte, fehlende Barrierefreiheit und die nach Norden ausgerichteten Balkons die einst begehrten Wohnungen nach der Wende für viele Halberstädter unattraktiv werden ließen. Da die Häuser aber in einem zentralen Areal standen, das stark von Einwohnern und Gästen frequentiert wird und damit den Gesamteindruck der Stadt entscheidend mitprägt, schlossen Stadtverwaltung und HaWoGe einen Vertrag, der die Wiederbebauung der Fläche vorsah.

Im Stadtrat wurden nun Grundsätze für die Bebauung festgezurrt. So müssen hier Häuser entstehen, die 4- bis 6-geschossig und ähnlich raumgreifend sind wie die abgerissenen. Schwerpunkt bei der Nutzung soll das Wohnen bleiben, das mit der Zentrumsnähe, Balkons Richtung Süden und modernen Wohnungszuschnitten eine neue Attraktivtät erlangen kann.

In dem beschlossenen Vorentwurf zum Bebauungsplan steht zudem, dass die Erdgeschosse eine größere Fläche belegen können als die Obergeschosse. Die Nutzung als Gewerbeflächen sollen in Einklang mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt stehen. Die Gebäude sollen in geschlossener Bauweise errichtet werden mit maximal drei Einzelbaukörpern. Ein Durchgang oder mehrere sichern die fußläufige Passierbarkeit des Gebäuderiegels. Die Durchgänge sollen schmal bleiben, um die Schallschutzfunktion der Häuser für den dahinter liegenden Innenhof zu garantieren. Für dessen Gestaltung setzt man auf Aufenthaltsqualität.

Wie dem Grobkonzept des Bebauungsplans zu entnehmen ist, sind im Juni Abstimmungsgespräche mit den beiden Flächeneigentümern erfolgt. Neben der HaWoGe besitzt auch die Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt Flächen in dem Areal. Die Genossenschaft hatte erfolgreich gegen die Wiederaufbaupflicht geklagt, die die Stadt an die Weitergabe von Fördermitteln zum Abriss geknüpft und in der „Erhaltungssatzung Lindenweg“ verbindlich festgelegt hatte. Wann und ob der leerstehende Block Julius-Straße 2-4 abgerissen wird, ist derzeit noch offen, da der Fördermittelantrag der WGH von seiten der Stadt nicht an das Land weitergereicht wurde.

Die HaWoGe hat mittlerweile einen begrenzten Ideenwettbewerb für den ersten Bauabschnitt gestartet, an dem sich mehrere Planungsbüros beteiligen. „Die Ergebnisse dieses begrenzten Wettbewerbs werden uns die beteiligten Büros im September vorlegen“, sagte HaWoGe-Geschäftsführerin Beate Grebe auf Nachfrage.

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